Hamburger Plundergebäck

Franzbrötchen

Knusprige Schichten mit zarter, karamellisierter Mitte.

Keine gewöhnliche Zimtschnecke, sondern Hamburger Plundergebäck: tourierter Hefeteig, straff mit Zimtzucker aufgerollt und tief eingedrückt, damit die Schichten zu beiden Seiten auffächern.

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Die Formel

Zehn klassische Franzbrötchen

Ausgangspunkt: 10 Stück à etwa 120 g. Mehl und Butter enthalten auch die Butterplatte; Wasser zum Bestreichen und eine optionale Eigelbglasur zählen nicht mit.
Aktive Vorbereitung: ca. 55 Min. · Backen: ca. 18–20 Min. Geh- und Kühlzeiten kommen hinzu.
Weizenmehl Type 550 (gesamt)
100%525,8 g
Vollmilch
45,5%239,3 g
Salz
1%5,3 g
Trockenhefe
1,2%6,3 g
Butter (Teig + Butterplatte)
50%262,9 g
Zucker im Teig
10,5%55,2 g
Zimtzucker
20%105,2 g
Gebäck gesamt1.200 g

Die Füllung

Zimtzucker

Zucker und Zimt erst kurz vor dem Füllen mischen, damit die Mischung trocken bleibt und sich gleichmäßig verteilen lässt.
Zucker
91%95,7 g
Gemahlener Zimt
9%9,5 g
Zimtzucker gesamt105,2 g
Pro Franzbrötchen: 10,5 gEin hauchdünner Wasserfilm lässt den Zimtzucker haften, ohne zusätzliche Butter zwischen die gerollten Schichten zu bringen.

Das bekommst du

Knusprige Ränder, zarte Schichten und karamellisierter Zimt.

Die Butterplatte sorgt für blättrige Schichten; der tiefe Druck hält das Gebäck flach und zieht die Zimtspiralen sichtbar nach außen.
45,5 %

Vollmilch

Ein fester Teig, der die Butter beim Ausrollen sauber umschließt.

50 %

Butter gesamt

Für Teig und Butterplatte zusammen: reichhaltig, aber noch gut zu tourieren.

120 g

Pro Stück

Groß genug für einen deutlichen Fächer und eine zarte Mitte.

210 °C

Backofen

Heiß genug für Schichten und karamellisierte Zimtränder.

Warum das nicht einfach eine Zimtschnecke ist

Klassische Franzbrötchen beginnen als Plunderteig: Eine kühle, biegsame Butterplatte wird in Hefeteig eingeschlagen. Die Butter trennt die Schichten im Ofen, während die Hefe für einen weicheren Biss als bei Blätterteig sorgt.

Das gesamte Mehl zählt als 100 %, auch der Anteil in der Butterplatte. Die 50 % Butter umfassen ebenfalls Teig und Butterplatte. Der Zimtzucker wird separat gezeigt, damit sich Gebäck und typische Füllung sauber skalieren lassen.

Zubereitung

Kühl arbeiten, einmal sauber tourieren und dann kräftig drücken.

Die Uhr hilft, entscheidend sind aber Butter, die sich biegt, ohne zu brechen, und entspannter Teig, der sich ruhig ausrollen lässt.
  1. Mehl und Butter aufteilen

    Etwa 9 % des gesamten berechneten Mehls und 73 % der gesamten Butter für die Butterplatte zurückbehalten. Der Rest kommt in den Hefeteig.

    Zwei Portionen bereit
  2. Teig kneten und kühlen

    Die größere Mehlportion mit Milch, Hefe und dem Zucker für den Teig mischen. Salz und die kleinere Butterportion zufügen, dann glatt und elastisch kneten. Abgedeckt etwa 50 % an Volumen gewinnen lassen und anschließend 30 Minuten kühlen.

    Glatt, luftig und kühl
  3. Butterplatte herstellen

    Das zurückbehaltene Mehl kurz in die kalte Butter einarbeiten. Zwischen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 25 × 30 cm rollen und kühlen, bis die Platte fest, aber biegsam ist.

    Biegt sich ohne zu brechen
  4. Einschlagen und tourieren

    Den Teig auf etwa 40 × 50 cm ausrollen, die Butter vollständig einschlagen und die Nähte schließen. Behutsam wieder zum Rechteck rollen, wie einen Brief in Drittel falten und 45 Minuten kühlen.

    Saubere, geschlossene Schichten
  5. Füllen und aufrollen

    Erneut auf etwa 40 × 50 cm ausrollen. Hauchdünn mit Wasser bestreichen, den gesamten Zimtzucker verteilen und von einer langen Seite straff aufrollen. Die Rolle bei Bedarf 15 Minuten kühlen.

    Eine etwa 50 cm lange Rolle
  6. Schneiden und eindrücken

    In zehn etwa 5 cm breite Stücke schneiden. Jedes Stück auf die Rundung legen, die Schnittflächen zeigen nach links und rechts. Einen Kochlöffelstiel mittig, parallel zu den Schnittflächen, fast bis zum Blech eindrücken, bis beide Seiten auffächern.

    Tiefe Kerbe, breiter Fächer
  7. Gehen lassen und backen

    Abgedeckt etwa 45 Minuten gehen lassen. Nach Wunsch dünn mit Eigelb bestreichen und 18–20 Minuten bei 210 °C Ober-/Unterhitze backen, bis die Schichten tief goldbraun und die Zimtränder karamellisiert sind.

    Goldbraun und knusprig

Wenn Schichten oder Form noch nicht mitspielen

Die Butter bricht in harte Platten

Das Teigpaket vor dem Weiterrollen 5–10 Minuten liegen lassen. Die Butter war kälter und härter als der Teig.

Beim Ausrollen tritt Butter aus

Sofort stoppen und das Paket 20–30 Minuten kühlen. Danach mit leichtem, gleichmäßigem Druck und nur wenig zusätzlichem Mehl weiterarbeiten.

Der Fächer schließt sich beim Gehen

Den Kochlöffelstiel tiefer, fast bis zur Arbeitsfläche, eindrücken und genügend Abstand auf dem Blech lassen.

Außen dunkel, innen noch kompakt

Die Ofentemperatur um 10 °C senken und etwas länger backen. Dunkler Zimtzucker ist erwünscht; eine rohe, dichte Mitte nicht.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Franzbrötchen von Zimtschnecken?

Klassische Franzbrötchen bestehen aus touriertem Hefeteig und werden tief eingedrückt. Dadurch sind sie flacher, blättriger und stärker karamellisiert als weiche Zimtschnecken.

Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?

Ja. Nach der ersten Gare kühlen, mit der Butter tourieren und das gut abgedeckte Teigpaket über Nacht kalt stellen. Am nächsten Tag füllen, formen und gehen lassen.

Kann ich geformte Franzbrötchen einfrieren?

Ja. Direkt nach dem Formen einfrieren. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank auftauen, bei Raumtemperatur fertig gehen lassen und frisch backen.

Kann ich frische Hefe verwenden?

Ja. Etwa die dreifache berechnete Menge Instanthefe verwenden und in der Milch auflösen.

Backhilfe

Hilfreich für dieses Rezept

Drei passende Helfer für Form, Hydration oder Zeitplanung dieses Teigs.

Bereit zum Tourieren

Teig, Butterplatte und Zimtzucker gemeinsam skalieren.

Stückzahl oder Stückgewicht ändern; alle Schichten und die Füllung bleiben im richtigen Verhältnis.Meine Franzbrötchen berechnen