Aus der Kastenform
Honig-Haferbrot
Weiche Scheiben mit milder Honigsüße.
Ein weiches Hefebrot mit Honig, eingeweichten Haferflocken und etwas Vollkornmehl. Mild süß und feinporig: gut mit Butter, Käse oder getoastet. Das Rezept ergibt ein Brot für den heimischen Backofen.
Zutaten ansehen
Ein Honig-Haferbrot
813 g Teig plus 10 g Haferflocken zum Bestreuen: insgesamt 823 g vor dem Backen. Die 350 g helles Mehl und 50 g Vollkornmehl bilden zusammen 100%; Haferflocken werden separat gerechnet. Von den 275 g Wasser kommen 100 g ins Quellstück und 175 g in den Teig. Zusätzliches Fett für die Form und etwas Wasser zum Bestreichen sind nicht eingerechnet.Aktiv: ca. 25 Min. · Quellen/Abkühlen: 20–30 Min. · Stockgare: 60–90 Min. · Stückgare: 45–75 Min. · Backen: 35–45 Min. · Auskühlen: mindestens 2 Std.
- Backstarkes helles Weizenmehl
- 87,5%350 g
- Weizenvollkornmehl
- 12,5%50 g
- Haferflocken für den Teig
- 12,5%50 g
- Wasser, einschließlich Quellwasser
- 68,8%275 g
- Flüssiger Honig
- 12,5%50 g
- Ungesalzene Butter, weich
- 6,3%25 g
- Salz
- 2%8 g
- Instant-Trockenhefe
- 1,3%5 g
- Haferflocken zum Bestreuen
- 2,5%10 g
Mengen sind zum Abwiegen gerundet; ihre Summe kann geringfügig vom berechneten Gesamtgewicht abweichen.
Honig für den Geschmack, Hafer für den Biss
Verwende eine offene Kastenform mit etwa 2–2,3 Litern Inhalt, beispielsweise 25 × 10 × 9 cm innen gemessen. Auch die Höhe zählt: Eine flache Kuchenform kann zu klein sein.Honig
50 g auf 400 g Mehl ergeben einen milden Honiggeschmack.
Hafer quellen lassen
Das Quellstück abkühlen lassen, bevor es zur Hefe kommt.
Mäßige Hitze
Ober-/Unterhitze; Honig lässt die Kruste schnell bräunen.
Warum den Hafer zuerst einweichen?
Die 50 g Haferflocken nehmen im Quellstück bereits Wasser auf. So werden sie weicher und der Teig lässt sich besser beurteilen, ohne ständig Wasser oder Mehl nachzugeben. Verwende naturbelassene Haferflocken, keinen geschnittenen Hafer (Steel-Cut Oats).
Honig bringt neben Süße auch Aroma mit. Beginne mit einem milden Blütenhonig. Honig ist kein reines Wasser: Die 68,75% in der Wasserzeile beziehen sich nur auf zugegebenes Wasser im Verhältnis zum Mehl, nicht auf die effektive Hydration aller Zutaten.
Vom Quellstück zu weichen Scheiben
Mit Auskühlen etwa 5–6 Stunden einplanen. Die Gehzeiten gelten als Richtwerte bei 24–26 °C; Volumen und Rückfederung sind entscheidend.
Hafer einweichen
50 g Haferflocken in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit 100 g kochendem Wasser übergießen. Umrühren, abdecken und 20–30 Minuten stehen lassen. Bei Bedarf länger auf unter 30 °C abkühlen lassen. Die übrigen 10 g Haferflocken zum Bestreuen zurückhalten.
Das Quellstück vor der Hefezugabe auf unter 30 °C abkühlen lassen.
Mischen und kneten
350 g helles Weizenmehl, 50 g Vollkornmehl, das abgekühlte Quellstück, die restlichen 175 g Wasser, 50 g Honig, 5 g Instant-Trockenhefe und 8 g Salz mischen. Einige Minuten kneten, dann 25 g weiche Butter einarbeiten. Insgesamt etwa 10–12 Minuten von Hand kneten, bis der Teig zusammenhält und elastisch ist. Leichtes Kleben ist normal; nicht sofort Mehl zugeben. Bei starkem Widerstand 5 Minuten ruhen lassen und weiterkneten.
Den Teig gehen lassen
In eine leicht gefettete Schüssel legen und abdecken. Etwa 60–90 Minuten bei 24–26 °C gehen lassen, bis der Teig deutlich luftiger ist und ungefähr das anderthalb- bis zweifache Volumen hat. In einer kühlen Küche dauert es länger.

Aufrollen und in die Form legen
Die Form dünn fetten und bei Bedarf Boden und Längsseiten mit einem Streifen Backpapier auslegen. Große Luftblasen aus dem Teig drücken. Zu einem Rechteck formen, etwas schmaler als die Form lang ist. Gleichmäßig aufrollen, die Naht schließen und mit der Naht nach unten einlegen.
Die geschlossene Naht liegt unten. Die Stückgare folgt erst danach.
Aufgehen lassen und bestreuen
Locker abdecken und etwa 45–75 Minuten gehen lassen. In der angegebenen Form reicht die Teigmitte etwa bis zum Rand. Leicht mit einem bemehlten Finger drücken: Die Delle sollte langsam und teilweise zurückfedern. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Kurz vor dem Backen vorsichtig mit etwas Wasser bestreichen und die übrigen 10 g Haferflocken darüberstreuen.
Goldbraun backen
Auf einem Rost etwas unterhalb der Ofenmitte etwa 35–45 Minuten backen. Nach 20–25 Minuten die Farbe prüfen und bei ausreichender Bräunung locker mit Alufolie abdecken. Honig bräunt die Kruste mitunter, bevor die Mitte gar ist. Mit einem Thermometer etwa 93–95 °C in der Mitte anstreben; die Seiten sollten fest sein.

Vollständig auskühlen lassen
5 Minuten in der Form stehen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Vor dem Anschneiden mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen. Das kalte Brot gut verpacken. Scheiben, die nicht bald gegessen werden, einfrieren.
Vor dem Anschneiden mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen.
Wenn es anders läuft
Die Kruste wird zu dunkel
Locker mit Folie abdecken und weiterbacken, bis die Mitte gar ist. Prüfe die Ofeneinstellung: Ober-/Unterhitze und Umluft brauchen unterschiedliche Temperaturen.
Der Teig ist klebrig
Nach dem Mischen 5 Minuten ruhen lassen und mit leicht gefetteten Händen weiterkneten. Zu viel zusätzliches Mehl macht das Brot trocken und schwer.
Die Krume bleibt klitschig
Erst vollständig kalt anschneiden. Bleibt die Krume klitschig, beim nächsten Mal länger backen und die Kerntemperatur prüfen.
Das Brot bleibt flach
Prüfe, ob das Quellstück ausreichend abgekühlt und die Hefe aktiv war. Nach Volumen gehen lassen. Hafer und Vollkorn ergeben eine etwas festere Krume als reines Weißbrot.
Vor dem Start
Welchen Honig nehme ich?
Milder flüssiger Blütenhonig ist ein guter Einstieg. Kräftiger Honig prägt auch den Brotgeschmack stärker. Kristallisierten Honig behutsam verflüssigen und anschließend abkühlen lassen.
Geht auch frische Hefe?
Etwa 15 g frische Hefe statt 5 g Instant-Trockenhefe verwenden. Ins Teigwasser bröckeln und auf dieselben Reifezeichen achten.
Kann ich Hafer oder Honig weglassen?
Das verändert Wasserbindung und Charakter dieses Rezepts. Für ein Brot ohne Hafer eignet sich das Toastbrot mit Olivenöl bei den weiteren Rezepten.
Was tun bei einer kleineren Form?
Alle Gewichte mit demselben Faktor multiplizieren. Für etwa 650 g Teig ist das 650 ÷ 813 ≈ 0,80. Auch Quellwasser und Auflage anpassen; ein kleineres Brot kann kürzer backen.





